Montag, April 13, 2009

Die erste Liste aus dem Leben

Auch Brubaker kann sich dem Einfluss von "HighFidelity" nicht mehr erwehren und veröffentlicht deshalb die erste ("Und hoffentlich nicht die Letzte!" höre ich Euch rufen) Liste aus dem Leben:

Du weißt, dass du auf einem Bauernfestl gelandet bist, wenn…

… mindestens 1% der Gäste eine Hasenscharte aufweisen kann

… anstatt Slips Grädlfrisuren auf die Bühne fliegen

… im Namen der Veranstaltung Englisch und Bayerisch vermischt sind

… diverse Gittarrensoli der Band durch lautes, rhythmisches Fingerpfeifen aus dem Publikum unterlegt wird

… zwei Frauen selbst auf AC/DC Discofox tanzen

… du dein Eintrittsband betrachtest und feststellt, dass die Party entweder von einer Freiwilligen Feuerwehr oder einem Burschenverein veranstaltet wird

... das einzige Bandshirt, das du siehst, von den Böhsen Onkelz ist

… in geschlossenen Räumen Sonnenschirme des Biersponsors stehen

… Frauen ihre Ziegenbärte unter den Achseln noch mit Stolz präsentieren

… selbst M.O.A. vom Sänger der Band persönlich begrüßt wird

Freitag, Oktober 05, 2007

Bayerisches Sprachkompendium

Um meine entsetzliche Langeweile etwas zu lindern, habe ich mal ein Bayerisches Sprachkompendium begonnen, das ich nach und nach ergänzen möchte. Vorschläge willkommen!

gei = sättigend

wax = nicht zum enthaaren geignet, sondern wütend, evtl. auch die gleiche Bedeutung wie gei (s.o. )

hei = nicht der weiße hei, sondern (eis)-glatt

hoglbuachan = im hochdeutschen Sprachgebrauch wohl vierschrötig

host dawei? = hast du Zeit?

Hoizzoa = aufgeschlichtetes Holz

z'fleiß = nicht fleißig, sondern absichtlich

aschling = rückwärts

Dienstag, Oktober 02, 2007

Ein paar Gedanken zum Frauenfußball

Deutschland ist Fußball-Weltmeister!!!!!!!

Nur interessiert es keinen Menschen.

Diesen Satz hätten wir wohl alle gerne am 09.07.2006 auf den Lippen gehabt, am 30.09.2007 entlockt er mir kein Arschrunzeln. Da freu ich mich mehr, wenn ein deutscher Skirennläufer im kommenden Winter ausnahmsweise einen Weltcup-Punkt holt.
Und warum? Weil es nun mal NUR die Frauen-WM war. Gut, 9 Millionen Deutsche haben zugesehen, aber was soll man auch sonst am Sonntagnachmittag machen, wenn man kein Premiere hat und damit keine 2.Liga schauen kann?

Das Problem des Frauenfußballs ist ganz eindeutig das erschreckend niedrige Niveau. Bevor jetzt sämtliche Emanzen und andere Frauenrechtler aufschreien, werde ich versuchen meine Meinung zu begründen. Es ist ja völlig logisch, dass die Damen physisch benachteiligt sind und ein Damen-Fußballspiel weniger schnell und dynamisch aussieht. Das macht ja auch nichts. In den 60er und 70er Jahren war das Tempo im Männer-Fußball auch noch deutlich niedriger als heute und man schaut sich solche Spiele trotzdem immer wieder gern an. Bemerkenswert finde ich vielmehr wie schwach sich fast alle Spielerinnen auch im technischen und taktischen Bereich präsentiert haben. Von den Torhüterinnen ganz zu schweigen….

Der amtierende Weltmeister der Frauen könnte mit viel Glück in Deutschland in der 4.Liga mitspielen. Das hat Deutschland 2003 bewiesen, als sie nach dem Titelgewinn gegen die B-Jugend des VfB Stuttgart gerade mal unentschieden spielten.

Ich sehe mir in vielen anderen Sportarten die Frauenbewerbe genauso gerne an wie die Männer, denn nirgends ist der Leistungsunterschied so groß wie im Fußball.

Beispiel Ski alpin: Beim Team-Wettbewerb der letzten WM, wo Damen und Herren die gleiche Strecke fahren, war die beste Dame (Renate Götschl, leider eine Österreicherin) im Super-G gerade mal 2 Sekunden hinter dem besten Mann und damit besser als so mancher männlicher Teilnehmer. Daraus kann man schließen, dass Götschl bei einem Herren-Bewerb sicher unter die besten 50 fahren würde. Ähnlich verhält es sich im Biathlon, Langlaufen, etc.

Ich glaube aber nicht, dass die beste Fußballspielerin der Welt (Marta, Brasilien) unter den besten 10.000 Fußballern der Welt wäre. Komisch, oder?

Man sollte doch vermuten, dass es im Vergleich zum Skifahren beim Fußball weniger auf die Physis als auf o.g. Technik und Taktik ankommt. Wenn man sich bei der WM verschiedene Abwehrreihen (Hühnerhaufen) oder technische Verfehlungen ( Ball annehmen, Pass über 5 Meter) ansieht, muss man zu dem Schluss kommen, dass Fußball ganz einfach der falsche Sport für Frauen ist. PUNKT.

Ich hatte auch einmal das zweifelhafte Vergnügen ein Kreisligaspiel Damen anzusehen. ERSCHRECKEND. Alle 20 Spielerin rennen auf den Ball, NULL Organisation und über das ganze Spiel keine einzige Kombination über mehr als 3 Stationen. Ganz ehrlich, jede F-Jugend ist besser.

Wenn also bei der nächsten Diskussion zu diesem Thema eine (Pseudo)-Fußball-interessierte Frau den altbekannten Satz loslässt: "Wer ist den Weltmeister, die Frauen oder die Männer?", dann ärgert Euch nicht liebe Männer, sondern schenkt ihr lieber ein mitleidiges Lächeln ob ihrer Unwissenheit….

Mittwoch, September 19, 2007

Schmutzige Wörter....

Nachdem mein Blog nun schon seit über einem Jahr stillgelegt ist, habe ich mich dazu durchgerungen, meine werte und sicherlich wie eh und je zahlreiche Leserschaft nicht länger darben zu lassen.

Mit dieser Aktualisierung soll auch ein Wandel einhergehen, weil ich in Zukunft nicht nur Lustiges schreiben möchte, sondern auch den einen oder anderen grüblerischen Gedanken zu (elektronischem?) Papier bringen möchte.

Trotzdem dreht es sich diesmal völlig überraschend um meinen Freundeskreis.

Wir waren gestern in gemütlicher Runde in einem chinesischen Restaurant - fünf mehr oder weniger männliche und zwei weibliche Wesen.

Danach habe ich mir dann doch ein paar Gedanken zu unseren Gesprächsthemen gemacht. Diese waren nämlich zu 75% dergestalt, dass sowohl Joe Cocker als bekennender Fäkalerotiker als auch der Lilo Wanders aus Wa(h)re Liebe seine wahre Freude daran gehabt hätten. Ich werde mich jedoch hüten, unsere Gesprächsthemen beim Namen zu nennen, weil zum einen diejenigen, die es verstehen sollen, schon wissen, von was ich rede und ich zum anderen verhindern will, dass besagter Joe Cocker und seine Spießgesellen sich bei ihren Internetrecherchen zu meinem Blog verirren und sich anschließend bemüßigt sehen, diverse private Räumlichkeiten zu verwanzen…

Um es gleich vorwegzunehmen: Dies soll nicht als Kritik an bestimmten Personen gelten, zumal ich mich ja selbst oft genug und immer wieder gerne an diesen Gesprächen beteilige. Außerdem ist mir auch bewusst, dass wir sicher nicht der einzige Freundeskreis sind, der diese Themen mehr oder weniger häufig anschneidet.

ABER…

es gibt da doch einige Aspekte, die mir wie gesagt zu denken geben:

1. Die Häufigkeit und Ausführlichkeit unserer diesbezüglichen Gespräche erscheint mir doch zumindest grenzwertig, auch weil unser Repertoire an derartigen Anekdoten zwar umfangreich aber eben doch endlich ist und sich selbige somit in schöner Regelmäßigkeit wiederholen.

2. Wir befinden uns nun doch alle in den Mittzwanzigern und sollten diesem doch irgendwie Rechnung tragen, wobei es andererseits ja nicht schlecht ist, sich eine gewisse Jugendlichkeit zu bewahren. … Nun ja…. Wie auch immer … Ein weitere Punkt zum Grübeln …

3. Vor allem finde ich bedenklich, wie tief unsere diesbezügliche Schamgrenze inzwischen gefallen ist. Hier gilt der gestrige Abend als Paradebeispiel. In einem zwar nicht pikfeinen aber doch gehobenem Restaurant (Wirtschaft wäre jedenfalls der falsche Ausdruck) saßen wir wie gesagt mit zwei weiblichen Wesen an einem Tisch, andere Gäste waren an den Nebentischen auch zahlreich vorhanden - nur hat sich das wenn überhaupt nur marginal auf die Wortwahl und Lautstärke in unserem Gespräch ausgewirkt.

Natürlich habe ich nicht vergessen, dass uns diese Themen viele Hüttenabende lang amüsiert haben und dass es auf eine eigenwillige Art und Weise auch zeigt, wie eng unsere Freundschaft ist. Andererseits sollten gerade deswegen doch auch tiefgründigere Gespräche auf dem Programm stehen, oder?

Montag, Juni 26, 2006

WM - Was sonst?

Über was soll man in diesen Tagen wohl sonst schreiben, als über die WM?

Dieser unglaubliche Hype, der sogar bekennende Fußballer-Hasser für 4 Wochen zu Fans macht.
Der sogar die ewigen Grantler und Pessimisten an den Stammtischen unserer Republik bekehrt ("Noch da Vorrundn is do Schicht im Schacht. Des gschicht am Klinsmann rächd mid seim Schmarrn, seim amerikanischen! Und Prost!!!!!!") .
Der sogar den Wurzlsepp (der Informierte weiß, von wem ich spreche) zu spontanen Luftsprüngen animiert, die er ob seiner armseligen körperlichen Verfassung prompt mit mehreren Stunden unter dem Sauerstoffzelt bezahlt.
Der inzwischen sogar meine Freundin befähigt, souverän über diverse strittige Abseitsentscheidungen zu parlieren.
Der erwachsene Menschen dazu bewegt, sich einen imposanten 6,20m langen Fahnenmast in den Garten zu stellen, nur um die Deutschland-Fahne hissen zu können (so geschehen vor unserer WM-Hüttn).

Dieser Hype, der zur Zeit einfach jeden Tag ein Highlight werden lässt.


Aber was passiert, wenn die Klinsmänner am Freitag einen schlechten Tag erwischen und die Gauchos und nicht wir ins Halbfinale einziehen? Oder wenn man eines morgens aufwacht und bemerkt, dass der 10.Juli ist?

Wem in den nächsten zwei Wochen solch ketzerische Fragen in den Sinn kommen sollten, dem rate ich dringend zum Genuss einer ausreichenden Menge Gerstensaft und/oder einem der nachstehenden musikalischen WM-Klassiker:

Gianna Nannini - un estate italiana
Sportfreunde Stiller - '54, '74, '90, 2006
Peter Alexander und die deutsche Nationalmannschaft 1986 - Mexico mi amor
Udo Jürgens und die deutsche Nationalmannschaft 1990 - Wir sind schon auf dem Brenner
Franz Beckenbauer - Gute Freunde kann niemand trennen

Denn die Fragen zu beantworten macht im Moment sicherlich nicht glücklicher, als sie unbeantwortet zu lassen.

Freitag, Juni 23, 2006

Retrospektive: WM-Spiel Elfenbeinküste-Serbien

Der geneigte Leser wird sich vielleicht wundern, warum gerade dieses Spiel in meinen Augen eine Retrospektive verdient. Die Antwort ist denkbar einfach: Ich war dabei!

Nach unzähligen Besuchen auf der offiziellen FIFA-Website, mehreren kaputten Tastaturen wegen stupiden Einhämmerns auf die [F5]-Taste, einer eigens für den Kartenkauf angeschafften Kreditkarte und zahllosen Flüchen war es am 29.05.2006 endlich soweit: Der Brubaker hatte für sich und zwei Spezln Eintrittskarten für ein Vorrundenspiel erstanden. Der stolze Preis von 100€ je Karte, 10€ Bearbeitungsgebühr und 10€ für das Parktiket (!) hat uns nicht daran gehindert, vor Freude einen spontanen Ringelpietz aufzuführen.

Die Vorfreude wurde am 16.06. etwas getrübt, weil an diesem Tag feststand, dass es in "unserem" WM-Spiel nur noch um die berühmte goldene Ananas geht, weil die Serben verdient und die Ivorer unglücklich ihre beiden ersten Spiele verloren hatten.

Egal, wir haben uns am 21.06. natürlich trotzdem ins Auto gesetzt und knapp 90 Minuten später waren wir auch schon in der Allianz Arena...äh.... ich meine natürlich im FIFA-WM-Stadion München. Nach den recht moderaten Zugangskontrollen hats gleich derartig zu regnen begonnen ("Do rengds ja gschliffanne Haggén!"), aber da waren wir schon im Trockenen.

Da um 19:00 Uhr im Stadion noch nicht viel los war, haben wir erst Mal eine "dumme Rundn" ums Stadion gedreht und uns anschließend ein 4€-Bier im Becher gegönnt. Den Rest der Wartezeit haben wir uns mit nutzlosen Fotografien und Schmährufen in Richtung Goleo vertrieben und um 21:00 Uhr gings dann endlich los.

Die Elfenbeinküste war traditionell nach 20 Minuten mit 0:2 hinten, aber nach der Gelb-Roten Karte für die Serben, ging die Aufholjagd los. Mit 3:2 stand schließlich die Elfenbeinküste als Sieger fest.

Ein geiles Spiel, geile Stimmung, 4 der 5 Tore direkt vor unserer Nase, Veitstänze der ivorischen Spieler und Fans als wären sie gerade Weltmeister geworden.

Kurz gesagt kann ich nur alle bemitleiden, die diese Stimmung während der WM nicht im Stadion miterleben durften/wollten/konnten. Für uns wars jedenfalls unvergesslich und jeden Cent wert. Da kann ich meinen Enkeln in 50 Jahren wenigstens was bieten, wenn sie sich einen Schwank aus meiner Jugend anhören müssen.

Fotos/Videos - sozusagen als Beweis - folgen in Kürze.

Alle Macht dem Unikunt!

Erste Frage: Was zum Geier ist ein Unikunt?

Dies ist nur einem elitären Kreis von auserwählten Unikunten aus dem südöstlichen Oberbayern bekannt und soll auch so bleiben! Seit Generationen wird die Bedeutung eines Unikunt nur von einem Unikunt zu seinem Unikunt-Padawan weitergegeben. Top Secret also...

Und jetzt Schluss mit Nonsens.

Ich hoffe dieser Blog wird seinem klangvollen und vor allem traditionsreichen Namen gerecht. Die Themen, die hier zu lesen sein werden, werden - Überraschung - wohl sehr viel mit den in meinem Profil angegebenen Interessen zu tun haben.